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Hands On Review HD-Smartphone Huawei P8

A Glas Of Champagne     Unboxing     Innere Werte und technische Daten     Leistung     Handling     Die Kamera     HDTV-PRAXIS Fazit
Die Kamera
DSLR-Kameras erzielen ihre guten technischen Bildergebnisse unter anderem durch einen möglichst großen Sensor. Je größer die einzelnen Bildpunkte sind, desto mehr Licht kann einfallen, umso weniger Störungen entstehen. Ein solch großer Bildsensor ist in einem Smartphone nicht praktikabel, allerdings ist die verbaute CPU-Technik um einiges potenter als die jeder Standalone-Kamera. Dies kann ein Hersteller nutzen, um mit der automatischen Nachbereitung qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Huawei stellt dem SoC sogar einen dedizierten Bildprozessor zur Seite. Bei schönem Wetter sind gute Fotos kein so großes Problem, bei adäquater Optik fällt genug Licht auf den Sensor. Schwieriger wird es bei weniger Licht. Hier hat sich Huawei mit einem speziellen, vom Hersteller "RGBW" getauften Sensor etwas Besonderes einfallen lassen. Aufgrund der speziellen Konstruktion fällt neben dem Rot Grün Blau - Spektrum, aus dem alle vorkommenden Farben gebildet werden können, auch weißer Lichtanteil auf den Sensor und macht ihn damit empfindlicher. Je mehr Pixel sich auf dem kleinen Sensor drängeln, desto weniger Licht können sie aufnehmen. So ist die Wahl auf praxisgerechte 13 MP gefallen, Huawei verfällt hier nicht dem Pixel-Wahn.

Neben der Sensortechnologie spielt das Objektiv eine wichtige Rolle. Huawei setzt auf hochvergütete, asphärische Elemente und auf eine f2.0 Blende bei auf das Kleinbildformat umgerechneter 28mm Weitwinkelbrennweite. Ein technisches Sahneteil ist dabei der Bildstabilisator, eine optische Linse, die beweglich gelagert Unregelmäßigkeiten des menschlichen Inferface (Zittern) ausgleicht. Das macht sie sehr gut, kann sie sich doch in dem für Smartphones rekordverdächtigen Winkel von 1,2 Grad bewegen, das iPhone 6 bringt es da gerade auf 0,6 Grad.

Die Frontkamera für Selfies ist mit 8MP gut für hochaufgelöste Selbstbildnisse gerüstet, das Objektiv ist mit immerhin f2,4 recht lichtempfindlich. Zudem steht eine Panoramafunktion für Gruppenfotos, im Huawei-Jargon "Groufies" getauft, zur Verfügung.



Die Foto-App ist gewachsen. Huawei hat dich deutliche Mühe gegeben, trotz des immensen Funktionsumfanges die Übersicht zu bewahren. Die Panorama-Funktion erklärt sich selbst, bei Super-Nacht werden sehr schnell einige Fotos hintereinander geschossen und dann zusammengefügt, um eine höhere Lichtausbeute zu erzielen. HDR (High Dynamik Range) fügt ebenfalls mehrere sehr schnell hintereinander geschossene Bilder unterschiedlicher Belichtung zu einem zusammen, hier behalten helle Stellen ihre Struktur und dunkle ihre Durchzeichnung. Beim Gesamt-Fokus kann der AF-Punkt noch nach der Aufnahme korrigiert werden. Bestes Foto ermöglicht die nachträgliche Auswahl aus einer von der Kamera geschossenen Serie, mit dem Wasserzeichen werden Fotos signiert und per Audionotiz nachträglich vertont.



Die möglichen Einstellungen sind sehr umfangreich, "Nikon-like" allerdings alle untereinander. Hier kann der überaus effektive OIS auf Wunsch deaktiviert werden, das empfiehlt sich z.B. beim Stativbetrieb.



Es gibt mehrere vorgefertigte Parameter, die Bilder nachträglich oder schon bei der Aufnahme zu verfremden.



Ein Alleinstellungsmerkmal des P8 sind Fotofunktionen mit "langer Belichtung". Das ist technisch so nicht ganz richtig beschrieben, effektiv nimmt das P8 eine sehr schnelle Folge von Fotos auf und fügt sie in der Folge zusammen.

"Seidiges Wasser"

Hier musste die urige Sieg mit ihrem Gefälle im Eiserfelder Tal herhalten. Zuerst ein ganz normales Foto:



Dasselbe mit "Seidiges Wasser"



Das funktioniert natürlich nur mit einem Smartphone-Stativ, die Unruhe im Gras ist durch leichten Wind bedingt.

"Lichtmalerei"

Bei der Lichtmalerei macht die Kamera ebenfalls in sehr schneller Folge sehr viele Fotos und fügt sie dann zu einem zusammen, in der Fotografie nennt man das "Stitching". Die Fotos werden auf 6MP reduziert.  Faszinierend bei all den Sonderfunktionen ist die Möglichkeit, das "werden" des Fotos auf dem Display in Echtzeit verfolgen zu können - klasse, hier wird Rechenpower effektiv und Anwenderfreundlich eingesetzt. Das Headset lässt sich dabei als Fernauslöser einsetzen. Beispielhaft für die Langzeitbelichtungen im Dunkeln hier unsere Ergebnisse der Lichtmalerei.



Panorama:






Normale Fotos mit dem P8 glänzen durch außerordentliche Farbtreue und eine sehr hohe Auflösung mit sehr wenigen optischen Verzerrungen.


Zudem fiel uns auf, dass wir sehr nah ans Motiv ran rücken konnten. Trotz Weitwinkel sind so eindrucksvolle Nahaufnahmen möglich.

Der OIS macht einen herausragenden Job. Das folgende Foto ist ohne Blitz mit 1/33 sek. frei aus der Hand aufgenommen:


Bullet6 Full-Size

Wird bei sehr wenig Licht dennoch einmal der Blitz benötigt, macht die zweifarbige Doppel-LED einen sehr guten Job. Keine hellen Zombie-Gesichter, kein überstrahlendes Weiß bei unserer Modellkatze, fotografiert in völliger Dunkelheit. 


Wie schon das Honor 4x überzeugt das P8 mit blitzschneller Schnappschussfähigkeit. Per Doppelklick auf die Lautstärkewippe Vol - erwacht die Kamera in 1,1 Sekunden aus dem Standby, stellt scharf und schiesst die Aufnahme.


Die Vol- Taste kann konfiguriert werden, wahlweise öffnet sich bei einem Doppelklick aus dem Standby nur die Kamera-App und ist sie offen, dient die Wippe auf Wunsch als elektronischer Zoom oder als Hardware-Auslöser.




Die Frontkamera ist mit ihren 8MP sehr gut für Selfies geeignet. Bei der Optik scheint ebenfalls nicht gespart worden sein, die Fotos werden sehr scharf.

Video

Das P8 erstellt Videos in 1080p und 30Hz. Teilweise beherrschen Smartphones Aufnahmen bis zu 4k, da ist dann aber die Übertragungsgeschwindigkeit auf das Speichermedium der Flaschenhals, der eine so starke Komprimierung des Videos bedingt, dass die Auflösevorteile wieder zum großen Teil zunichte gemacht werden.

Bei Video-Profis ist es eine Todsünde, während eines Takes die Fokusierung zu korrigieren. Davon ist wohl Huawei inspiriert, denn der einmal erfasste AF ändert sich während der Aufnahme nicht mehr. In Foren hat dies bereits zu lautem Protest geführt, der Hersteller täte gut daran, eine wahlweise AF-Nachführung zu gestatten.

Sie möchten einen Film mit verschiedenen Smartphones gleichzeitig erstellen, wie ein Regisseur zwischen den Aufnahme-Kameras umschalten? Vor dem P8 hätte man sie mitleidig angeschaut und vielleicht despektierlich mit dem Finger an die Stirn getippt. Huawei hat es tatsächlich geschafft, eine solche Lösung zu integrieren. Dabei ist es erstmal gleich, von welchem Hersteller die Smartphones stammen, wenn das P8 der Regisseur ist.








Die Kamera des P8 ist weit mehr als nur eine sehr gute Schnappschuss-Kamera, kann selbst künstlerische Ambitionen befriedigen. Dabei liefert sie eine Foto-Qualität, die sie ganz oben in die Spitzengruppe der Smartphone-Kameras katapultiert. Und das bei bemerkenswert geringem Licht.



Weblinks:
Hersteller:
Bullet6 www.huaweidevices.de/

Foren:
Bullet6 www.android-hilfe.de/huawei-p8-forum/
Bullet6 www.handy-faq.de/forum/huawei_p8_forum/

Fanblog:
Bullet6 www.huaweiblog.de/
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Wissenswertes
Was bedeutet
"HD-ready" und "HD-ready 1080p"?




Was ist HDTV?


Was bedeutet HDCP?


Was kann welche Version?

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