Die Hardware
Wie von Siemssen/Tevion-Produkten nicht anders gewohnt, kommt der Player recht komplett mit einem Scart- und Chinchkabel, der Fernbedienung und einer leicht verständlichen, aber spärlich bebilderten Bedienungsanleitung daher. Ein HDMI-Kabel fehlt im Lieferumfang. Der Tevion DVD 2008-F ist in schwarz und in silber für 49,99 ¤ erhältlich.
Der Player ist - wie schon seine beiden Ahnen - ungewöhnlich durchgestylt. Siemssen hat sich sichtbar alle Mühe gegeben, den Player auch in wertigere Anlagen integrierbar zu gestalten. Das schwarze Klavierlackdesign fällt durch sehr ordentlich eingearbeitete Tasten und Klappen auf, die Bedienelemente und das nun besser lesbare Display leuchten im dezenten Rot. Leider behält auch dieser Tevion-Player die Unart der kurzen Bauart bei, die geringe Tiefe des Gerätes erschwert eine Positionierung im Rack.

Bei den - unvermeidlichen - Icons der Eigenschaften des Players fehlt nach wie vor das DivX-Logo, erfreulicherweise lassen sich die Logos rückstandsfrei entfernen.
Der echte Netzschalter sitzt dort, wo er ganz sicher hingehört: Vorn links, unter dem Logo, qualitativ ohne Tadel, mit definiertem Druckpunkt und ins Design eingepasst.
Bei der Konstruktion der Lade für die Diskaufnahme folgt Siemssen immer noch mehr den Gesetzen der Mode als der Praxis und verwendet eine unpraktische, wackelige Bierdeckeldünne Lade.

Die Schublade fährt fast ganz aus dem Player aus.
Die dünne Lade hat aus Stabilitätsgründen seitliche Stege, die das Greifen der DVD mit zwei Fingern unmöglich machen.
Die rot beleuchteten Bedientasten des Tevion sind ein Hingucker. Die Passgenauigkeit und der exakte Druckpunkt sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit, ein großes Lob an die Siemssen-Entwicklungsabteilung!
Unter den Bedienelementen der Front verbirgt eine sauber eingearbeitete Klappe die ebenfalls sorgfältig montierten Front-Anschlüsse des Tevion. Hier finden wir einen USB 2.0 Full Speed-Anschluss, die von Tevion nur für statischen Speicher spezifiziert ist. Festplatten laufen auch, mit der Einschränkung, das sie Fat 32 formatiert sein müssen und die Kompatiblität ähnlich arg schwankt, wie es verschiedene USB-Gehäuse mit den entsprechenden Chipsätzen gibt. Die Forengemeinde des
Dvdboard hat in einem Thread ZV888-kompatible USB-Gehäuse und Festplatten zusammengetragen, deren Auflistung auch für den Aldi-Süd-Player greifen dürfte. Leider ist der USB ein wenig zu weit oben, dicke USB-Sticks finden so keinen Platz.
Desweiteren finden wir eine Kopfhörer-Mini-Klinke und Card-Schächte für CFI/II, SD/MMC/MS/SM-Karten.
Das Display des Players kann ID-3-Tags anzeigen. Das ist, trotz der geringen Anzahl an darstellbaren Buchstaben, ein Novum in der DVD-Player-Klasse. Die Helligkeit des Displays ist nun sehr gut und bedingt wohl auch das einzige optische Manko des Players: Der freie, ungetönte Blick aufs Display wirkt in ausgeschaltetem Zustand ein wenig billig.

Die Rückseite des Tevion präsentiert sich gewohnt aufgeräumt und anständig verarbeitet. Leider hat auch der Tevion ein fest angebrachtes Netzkabel, das bei einem evtl. Defekt den Eintausch des gesamten Players bedingt.
Bei den Anschlüssen bietet der Tevion ein komplettes Bild: Analoges Video gibt es mit den, bis 720p fehlerfrei hochskalierbaren, YUV-Komponenten-Anschlüssen, einem RGB-Scart-Anschluß, einer S-Video-Hoside und einem F-Bas Chinch. Siemssen mochte auch beim 2008-F nicht auf die VGA-Buchse verzichten, die im Grunde gar keine ist, da sie keine VGA-Signale ausgeben mag. Hier liegt im Grunde das Signal des YUV-Anschlüsses an, für den Betrieb einiger älterer
Beamer mag das von Vorteil sein. Digital liegt das Video-Signal bis 1080p am
HDMI 1.0 an, der auch Ton in PCM und DD/dts übertragen kann, nicht aber digitale DVD-Audio-Signale. Diese bleiben dem analogen 5.1 Chinch-Ausgang vorbehalten, der auch dts und Dolby-Digital wandeln kann. Die Anschlussvielfalt rundet ein Stereo-Chinch-Paar ab.

Der Wirkungsgrad der Fernbedienung ist fantastisch, man braucht keineswegs auf den Player zu zielen, der Geber liegt gut in der Hand, die Anordnung der Tasten ist überaus logisch. Lediglich die Tasten könnten ein klein wenig größer sein, haben aber einen klar definierten Druckpunkt. Von den vorgängern übernommen wurde die sehr löbliche Möglichkeit Video-Ausgänge mit einem Tastendruck anzuwählen. Kein Fischen im Trüben mehr, keine verzweifelte "Nebenher-Verkabelung", ein Druck auf "VIDEO", "HDMI", "RGB" oder "YUV" genügt, schon ist der richtige Ausgang definiert.
Im Inneren

Bedingt durch die geringe Gehäusetiefe, geht es im Innenraum des Tevion ziemlich eng zu. Ein vertrauenerweckendes Netzteil, ein durchaus massiver Loader und ein Mainboard mit dem Zoran Vaddis 888 Chipsatz vermitteln Vertrauen, das in der 50¤-Klasse nicht unbedingt üblich ist. Die Kabelführung scheint uns indes optimierbar, wirkt sich aber nicht auf die Videowerte aus.
Der, dem ZV888 zur Seite gestellte, Zoran HDXTreme 2 sorgt im 2008-F für das Hochskalieren bis zu 1080p. Diesen Upscaler fand man bislang fast nur in DVD-Playern der gehobenen Preisklasse, was die anstehende Bildbewertung besonders spannend macht.